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Methodik


I. Ethnologische Analyse fiktionaler Literatur

Das kulturelle Wissen über Identitätsbedürfnisse ist innerhalb der fiktionalen Literatur als emotionales Wissen über soziale Beziehungen der Charaktere zu finden. Für die Analyse eignen sich nach bisherigem Forschungsstand ausschließlich literarische Werke, deren Erschaffung im Zusammenhang mit einer Umbrucherfahrung, wie Migration oder Kolonisation, steht. Zur Identifizierung des emotionalen kulturellen Wissens einer soziokulturellen Gruppe müssen die emotionalen Wissensinhalte innerhalb der literarischen Werke unterschiedlicher AutorInnen derselben soziokulturellen Gruppe vergleichend ausgewertet werden.


II. Diskussion der Ergebnisse mit Vertretern der soziokulturellen Gruppen

Um die praktische Relevanz der Ergebnisse zu erschließen, müssen sie mit Vertretern der jeweiligen soziokulturellen Gruppe diskutiert werden. Hierbei sollen vor allem zwei Fragebereiche geklärt werden:

1.
Wie werden die Ergebnisse im Kontext ihrer eigenen Erfahrungen eingeordnet? Inwieweit sollte die Erfüllung der formulierten Identitätsbedürfnisse durch sozialpolitische Maßnahmen unterstützt werden? Inwieweit werden die Bedürfnisse als Ausdruck der aktuellen Identitätsunsicherheit problematisiert?

2.
Welche Ansatzpunkte sehen sie auf Grundlage der Ergebnisse der ethnologischen Literaturanalyse für die Behandlung bestehender Konflikte? Welche sozialpolitischen Maßnahmen erscheinen aus ihrer Sicht sinnvoll?